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Warum wir manchmal einfach eine Pause brauchen


Ein ganz persönlicher Gedanke über das Innehalten, die eigenen Grenzen und warum wir nicht erst völlig erschöpft sein müssen, um uns eine Auszeit für uns zu nehmen.


Kennst du das?


Du hast eigentlich gar nichts Besonderes gemacht, aber trotzdem fühlst du dich am Abend müde. Nicht nur körperlich. Irgendwie auch im Kopf.

Den ganzen Tag ist etwas los. Termine, Arbeit, Haushalt, Familie, Nachrichten, Gedanken … und selbst wenn wir einmal kurz sitzen, sind wir gedanklich oft schon wieder bei dem, was als Nächstes erledigt werden muss.


Ich kenne das selbst sehr gut.


Genau deshalb ist mir das Thema Pause und Auszeit so wichtig geworden.

Denn eine richtige Pause ist für mich mittlerweile etwas ganz anderes als einfach nur kurz nichts zu tun.


Wir funktionieren so oft einfach weiter


Ich glaube, wir haben es ein bisschen verlernt, wirklich Ruhe zu geben und uns eine Pause zu nehmen.

Wir stehen auf und haben schon im Kopf, was alles erledigt werden muss.

Dann geht es durch den Tag und meistens schaffen wir auch ziemlich viel was wir uns vornehmen.

Und wenn wir merken, dass wir eigentlich müde sind?

„Das mache ich noch schnell.“

„Wenn das alles erledigt ist, dann habe ich Zeit.“

"Die Kinder brauchen auch noch was."


Ich kenne diese Gedanken selbst richtig gut.


NUR – wann ist eigentlich wirklich alles erledigt?

Sei ehrlich - es gibt doch immer noch etwas.

Noch eine Nachricht.

Noch ein Einkauf.

Noch etwas im Haushalt.

Noch etwas, um das man sich kümmern möchte.


Und plötzlich ist der Tag vorbei.

Ich glaube, wir warten viel zu oft auf den perfekten Moment für eine Pause.

Dabei gibt es diesen Moment wahrscheinlich gar nicht.


Eine Pause muss nichts Großes sein


Wenn ich von einer Pause spreche, meine ich deshalb auch nicht unbedingt einen ganzen freien Tag oder einen Wellnessurlaub - obwohl ich das schon sehr schön finde.


Manchmal kann eine Pause aber auch ganz klein sein.


Eine Tasse Kaffee oder Tee, die man wirklich einmal in Ruhe trinkt.

Ein Spaziergang, bei dem man das Handy einfach einmal zuhause lässt.

Ein paar Minuten auf einer Bank sitzen und nichts tun.

Oder einfach einmal tief durchatmen und merken:


Da bin ich ja!


Ich finde, gerade dieser letzte Punkt wird oft unterschätzt.


Wie oft sind wir eigentlich den ganzen Tag irgendwo – nur nicht wirklich bei uns?

Unser Körper ist hier, aber unsere Gedanken sind schon beim nächsten Termin, beim nächsten Problem oder bei dem, was morgen noch erledigt werden muss.


Und genau deshalb finde ich es so wertvoll, zwischendurch wieder bei sich anzukommen.


Was ich selbst dabei gelernt habe


Für mich ist dieses Thema mittlerweile nicht einfach nur ein schöner Gedanke.


Ich habe selbst eine Phase erlebt, in der ich irgendwann gemerkt habe: Es geht einfach nicht mehr.

Ich war an einem Punkt, an dem ich kurz vor einer Erschöpfung und Depression stand.

Mein Körper und mein Kopf waren einfach völlig überfordert.

Und das Schlimme daran war für mich, dass plötzlich selbst die kleinsten Dinge nicht mehr gingen.

Nicht einmal eine Kleinigkeit für meine Kinder zu machen.

Nicht einmal das, was sonst selbstverständlich war.

Ich wollte unbedingt etwas tun, aber ich konnte einfach nicht mehr.


Und ich glaube, genau diese Erfahrung hat meine Sicht auf Pausen und auf das eigene Wohlbefinden sehr verändert.

Denn wenn man einmal an diesem Punkt angekommen ist, merkt man, dass man nicht immer warten kann, bis wirklich gar nichts mehr geht.


Man muss nicht erst völlig erschöpft sein, um sich eine Pause zu erlauben.

Man muss nicht erst zusammenbrechen, um zu erkennen, dass man viel zu viel trägt.


Heute sehe ich vieles anders.

Für mich bedeutet eine Pause nicht mehr, dass ich „faul“ bin oder meine Zeit verschwende.

Früher hätte ich vielleicht gedacht, dass ich diese Zeit besser nutzen könnte.


Heute weiß ich, dass diese Zeit genauso wichtig ist wie all die Dinge, die wir erledigen.

Ich glaube, wir dürfen uns selbst viel früher zuhören.

Nicht erst dann, wenn unser Körper laut werden muss.

Sondern schon bei den leisen Signalen.


Wenn wir merken, dass wir ständig müde sind.

Wenn wir gereizter sind.

Wenn uns alles zu viel wird.

Wenn wir keine Freude mehr an Dingen haben, die uns eigentlich wichtig sind.

Wenn wir merken: Irgendwie bin ich gar nicht mehr richtig bei mir.


Mir ist bewusst geworden, wie wichtig es ist, sich selbst ernst zu nehmen.

Und genau das versuche ich heute auch weiterzugeben.

Nicht aus einer Position heraus, in der ich alles weiß oder immer alles richtig mache.

Sondern als Mensch, der selbst erlebt hat, wie es sich anfühlt, wenn irgendwann einfach nichts mehr geht.


Und genau hier beginnt für mich Klangbalance


Vielleicht ist das auch einer der Gründe, warum ich Klangbalance gegründet habe und mir meine Arbeit mit Klang so viel bedeutet.

Ich möchte mit Klangbalance einen Ort schaffen, an dem man einfach einmal nicht funktionieren muss.


Einen Ort, an dem keiner etwas leisten muss.

Man darf einfach ankommen - so wie man im Moment ist.

Vielleicht ist man müde.

Vielleicht ist der Kopf voll.

Vielleicht weiß man selbst gar nicht so genau, was gerade eigentlich los ist.


Und das ist vollkommen in Ordnung.

Es muss nicht immer sofort eine Lösung geben.

Manchmal tut es schon gut, wenn jemand einen Raum schafft, in dem man einfach einmal sein darf.


Die Klänge, Frequenzen und Berührungen können dabei einladen und helfen, bewusster wahrzunehmen und für eine Weile aus dem Alltag auszusteigen.


Und vielleicht passiert in dieser Zeit gar nichts Spektakuläres.

Vielleicht wird einfach alles ein bisschen ruhiger.

Vielleicht entsteht ein bisschen mehr Abstand zu den eigenen Gedanken.

Vielleicht merkt man plötzlich, wie angespannt man eigentlich war.

Und vielleicht kommt man danach einfach mit einem anderen Gefühl wieder nach Hause.


Genau diese kleinen Momente sind es, die ich so wertvoll finde.


Deshalb möchte ich dir heute etwas mitgeben


Du musst nicht warten, bis dein Körper oder dein Kopf sagt:

„Jetzt geht es wirklich nicht mehr.“


Du darfst vorher eine Pause machen.

Du darfst dich hinsetzen, obwohl noch etwas auf deiner To-do-Liste steht.

Du darfst dein Handy weglegen.

Du darfst einmal nichts tun.

Und du darfst dir selbst die Frage stellen:

„Wie geht es mir eigentlich gerade wirklich?“


Nicht, wie geht es den anderen.

Nicht, was muss ich noch erledigen.

Nicht, was sollte ich eigentlich noch alles tun.

Sondern einfach nur:

Wie geht es MIR?


Vielleicht weißt du es sofort.

Vielleicht brauchst du ein bisschen Zeit, um es überhaupt wieder zu spüren.

Beides ist okay.


Ich glaube, dass genau darin ein Stück Selbstfürsorge und Selbstliebe steckt.

Nicht immer noch mehr für sich zu tun.

Sondern manchmal einfach weniger.

Weniger müssen.

Weniger funktionieren.

Weniger leisten.

Und dafür ein bisschen mehr bei sich sein.


Vielleicht ist heute genau so ein Moment.

Vielleicht brauchst du keine große Veränderung.

Vielleicht brauchst du einfach nur eine kleine Pause.


Und vielleicht darfst du sie dir einfach erlauben.


Deine Nicole

 
 
 

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